Sehr geehrte Bürgerinnen u. Bürger, Ratsmitglieder aller Fraktionen, Herr Bürgermeister, Mitarbeiter/innen der Verwaltung u. interessierte Medienvertreter.
Wir geben heute unser Votum über den Haushalt-2026 ab – und schaffen damit nichts Geringeres als die finanzielle Grundlage für die Arbeit in unserer Gemeinde. Für unser gemeindliches Umfeld, Schulen, Bildung, Vereine, Sicherheit für unsere Zukunft.
Dieser Haushalt betrifft uns alle – gilt jedoch nur noch für gut ein Dreivierteljahr.
Bereits in einem halben Jahr müssen wir den Haushalt 2027 beraten.
Das zeigt:
Für eine Haushaltskonsolidierung bleibt wenig Zeit.
Der Bund und das Land NRW können nicht so weiter machen und immer neue Anforderungen an die Kommunen delegieren, ohne entsprechenden finanziellen Ausgleich und Hilfen zur Verfügung zu stellen, damit die Umsetzung überhaupt möglich ist.
Die jüngste Krise im Iran verdeutlicht erneut, wie empfindlich Energieversorgung und internationale Lieferketten geworden sind. Der unsinnige seit
4 Jahren dauernde Angriffskrieg gegen die Ukraine konnte noch immer nicht beendet werden.
Die geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen treffen auch unsere Kommune.
Diese Auswirkungen können dazu führen, dass die Gewerbesteuereinnahmen deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben werden.
Das Haushaltsdefizit beträgt nun sogar 3,6 Millionen Euro.
Wichtig ist festzuhalten: Ein erheblicher Teil dieses Defizites ist nicht von der Gemeinde verursacht.
Die Kreisumlage steigt in diesem Jahr erneut, um 1,0 Millionen Euro auf nun rund 7,4 Millionen Euro.
Die Jugendamtsumlage belastet uns zusätzlich mit 300,000 Euro.
Steigende Kosten von Sozialbeiträgen und Lohnkosten für das Personal der Gemeinde steigern des Weiteren die Ausgaben.
Die privaten Haushalte in der Gemeinde, werden durch die anfallenden Gebühren bisher nur moderat belastet.
Unsere Ausgleichsrücklage kann das Defizit noch ausgleichen-aber nur bis voraussichtlich 2028. Wir müssen daher jetzt dringend handeln.
Was jetzt notwendig ist:
- klare Prioritäten setzen
- sachliche Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung
- Entscheidungen ohne ideologische Vorgaben
Die FWG steht für pragmatische und realistische Lösungen.
Unsere Schwerpunkte:
- Langfristige Sicherung des Haushaltes
- Stärkung von Schulen u. Bildung
- Entwicklung von Bau- und Gewerbeflächen
- Konkrete Umsetzung von Klimaschutz u. Mobilitätskonzept
- Verantwortungsvoller Katastrophenschutz
- Unterstützung von Ehrenamt, Kinder- und Jugendarbeit
Investitionen bleiben notwendig
Trotz der schwierigen Lage investieren wir rund 12,0 Millionen Euro in Infrastruktur, Mobilität, dem Klärwerk, dem Bauhof, für Wasserqualität, der Feuerwehr und den Wohnpark Mauritz.
Diese Investitionen sichern die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde.
Die FWG Fraktion stimmt dem Haushalt und Stellenplan 2026 zu.
Vieleicht ist das eine Erkenntnis, im Rahmen der Konsolidierungsgespräche die wir jetzt führen werden.
„Manchmal zeigt sich der Weg erst, wenn man anfängt,
ihn zu gehen „
(Es gilt das gesprochene Wort)
